Pascal Sohns heißt der Junior im Betrieb von Vater Erich Sohns. Bei einem Spiel der Weinelf gegen ein Team der Österreichischen Weinakademie in Geisenheim standen wir gemeinsam auf dem grünen Rasen. Der Junior trumpfte mannschaftsdienlich auf und bediente sogar den ergrauten Schreiber dieser Zeilen mit präzisen Pässen. Hinterher gab es in der "dritten Halbzeit" im Campus Geisenheim unter anderem einen ansprechenden Sohns-Weißburgunder zu probieren. Das machte neugierig.
Kurz darauf trafen einige Proben ein, die deutlich machten, dass der Weißburgunder keine Eintagsfliege war. Verkostet wurden unter anderem ein saftiger 2008er Riesling Qualitätswein trocken (mit seinem Preis von 3,80 Euro ein echtes Schnäppchen), ein angenehm säurebetonter Riesling Kabinett 2007, eine erstklassige Riesling Spätlese trocken aus 2008, die sogar gegenüber dem Ersten Gewächs Geisenheimer Kläuserweg aus 2007 etwas die Nase vorn hat.
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Ursprünglich wollte Pascal nicht Winzer werden, aber dann entschloss er sich doch zur häuslichen Mitarbeit, sieht sich indes im Zusammenspiel mit dem Vater noch als Lehrling. "Er ist der Boss!". Der Chef hat die Devise, dass guter Wein im Weinberg entsteht. Er geht sorgsam mit der Natur um und praktiziert eine selektive Ernte. Verkauft werden die Weine bevorzugt ab Hof. Die dazu gehörige Straußwirtschaft, in der Mutter Sabine Regie führt, ist von Anfang August bis Mitte September geöffnet.
Bleibt nur mehr zu hoffen, dass nicht eines Tages ein Talentspäher aus Mainz oder Frankfurt das Stürmertalent entdeckt und es damit zu einer Unterbrechung der angehenden Winzerkarriere kommt…(rk.yoopress)






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